Io befindet sich in einem heftigen „Tauziehen“ zwischen der gewaltigen Schwerkraft Jupiters und seinen Nachbarmonden Europa und Ganymed. Diese Kräfte kneten sein Inneres so stark durch, dass enorme Hitze entsteht, die seine Vulkane antreibt – manche Lavafontänen schießen bis zu 400 Kilometer hoch ins All. Dort herrscht ein extremes Wechselspiel der Temperaturen: Während es in der Nähe der Vulkane bis zu 1.649 °C heiß werden kann, sinkt die Temperatur auf der restlichen Oberfläche auf frostige -143 °C.
Io umkreist Jupiter in einer Entfernung von etwa 422.000 Kilometern und braucht für eine Runde nur 1,8 Erdgeburtstage. Da er sich in einem starken Strahlungsgürtel befindet, verliert er pro Sekunde etwa eine Tonne Material an den Weltraum, was eine riesige, wolkenförmige Spur in Jupiters Magnetfeld hinterlässt. Entdeckt wurde Io bereits im Jahr 1610 von Galileo Galilei.
Er ist der innerste der vier großen Galileischen Monde des Jupiters und gilt als der vulkanisch aktivste Körper im gesamten Sonnensystem. Mit einem Durchmesser von etwa 3.642 Kilometern ist er etwas größer als der Erdmond. Seine Oberfläche sieht ziemlich einzigartig aus: Da sie ständig von hunderten Vulkanen mit Lava und Schwefel überflutet wird, gibt es dort keine Einschlagkrater wie auf anderen Monden. Stattdessen leuchtet Io in auffälligen Gelb-, Rot- und Weißtönen.
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Oberflächenstruktur