Seine beeindruckendste geologische Besonderheit ist ein gigantischer Gebirgskamm, der fast exakt entlang seines Äquators verläuft. Diese „Mauer“ ist etwa 1.300 Kilometer lang, bis zu 20 Kilometer breit und erreicht Höhen von über 13 Kilometern. Sie verleiht ihm das Aussehen einer riesigen Walnuss. Wie genau dieser Kamm entstanden ist, ist für Wissenschaftler immer noch ein großes Rätsel, vielleicht sind es Überreste eines ehemaligen Ringsystems, das auf ihn herabgestürzt ist.
Iapetus befindet sich in einer besonderen Position, denn er umkreist Saturn in einer Entfernung von rund 3,5 Millionen Kilometern. Das ist viel weiter draußen als die anderen großen Monde, weshalb man von seiner Oberfläche aus die Ringe des Saturns besonders gut sehen könnte. Für eine volle Umrundung benötigt er etwa 79 Erdgeburtstage. Entdeckt wurde er bereits im Jahr 1671 von Giovanni Domenico Cassini, der auch als Erster bemerkte, dass er auf einer Seite seiner Bahn viel dunkler ist als auf der anderen.
Iapetus ist wohl einer der optisch auffälligsten Monde im Sonnensystem, da er zwei völlig unterschiedliche Gesichter hat. Eine seiner Hemisphären ist so dunkel wie Kohle, während die andere hell wie Schnee leuchtet. Dieser extreme Kontrast hat dazu geführt, dass er oft als der „Yin-Yang-Mond“ bezeichnet wird. Mit einem Durchmesser von etwa 1.470 Kilometern ist er der drittgrößte Mond des Saturns. Trotz seiner Größe hat er eine sehr geringe Dichte, was darauf hindeutet, dass er zum größten Teil aus Wassereis und nur zu etwa 20 % aus Gestein besteht.
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Oberflächenstruktur