Diese Linien sind vermutlich riesige Risse in seiner äußeren Eiskruste, die durch geysirähnliche Vorgänge mit dunklem Material aus seinem Inneren gefüllt wurden. Hinter seiner glatten Fassade verbirgt er ein komplexes Innenleben: Unter einer mindestens 19 Kilometer dicken Eisschicht befindet sich sehr wahrscheinlich ein mondumspannender Ozean aus flüssigem Salzwasser. Zusammen mit dieser Wasserschicht ist seine äußere Hülle etwa 100 Kilometer dick. Damit besitzt er vermutlich sogar mehr Wasser als die gesamte Erde.
Sein tieferes Inneres besteht aus einem Mantel aus Silikatgestein und einem festen Kern aus Eisen und Nickel. Dass er so wenige Einschlagkrater besitzt, beweist, wie aktiv er ist: Seine Oberfläche erneuert sich ständig, was ihn zu einer der geologisch jüngsten und spannendsten Welten in unserem Sonnensystem macht.
Mit einem Durchmesser von rund 3.122 Kilometern ist er der sechstgrößte Mond im Sonnensystem und umkreiset den Riesenplaneten Jupiter. Entdeckt wurde er bereits im Jahr 1610 von Galileo Galilei. Seine Oberfläche ist im Vergleich zu anderen Monden extrem eben und nahezu frei von Kratern, dafür aber von einem markanten System aus dunklen, kreuzweise verlaufenden Linien überzogen.
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Oberflächenstruktur