Er ist übrigens innerlich noch richtig lebendig! Während andere Monde geologisch eher „eingeschlafen“ sind, brodelt es in ihm. An seinem Südpol schießen gewaltige Fontänen aus Wassereis und Dampf kilometerhoch ins All. Diese Geysire sind wie eine natürliche Schneekanone: Die feinen Eispartikel rieseln teilweise wieder auf ihn herab und hüllen ihn in eine ständig neue, blütenweiße Decke aus feinstem Puderzucker. Das erklärt auch seine Rekord-Albedo von 99 %.
Seine Oberfläche ist deshalb ein spannendes Rätsel. In einigen Regionen ist er uralt und voller Krater, doch dort, wo sein „Kryovulkanismus“ aktiv ist, wirkt seine Haut mit nur 100 Millionen Jahren fast wie frisch geliftet. Zwischen tiefen Spalten, Bergrücken und flachen Ebenen versteckt er unter seinem dicken Eispanzer wahrscheinlich sogar einen Ozean aus flüssigem Wasser. Er ist also viel mehr als nur ein kalter Brocken aus Stein und Eis.
Er ist zwar mit nur 504 Kilometern Durchmesser eher einer der kleineren Begleiter des Saturns, aber übersehen kann man ihn kaum. Er ist nämlich der absolute Strahlemann im Sonnensystem! Da er fast sein gesamtes Sonnenlicht reflektiere, leuchtet er so weiß wie frisch gefallener Neuschnee. Für eine Tour um den Saturn benötigt er gerade einmal knappe 33 Stunden. Er flitzt also in einem affenartigen Tempo um seinen Ringplaneten, wobei er ihm in einer Entfernung von rund 238.020 Kilometern immer treu dieselbe Seite zuwendet.
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Oberflächenstruktur